SPD im Vernichtungskrieg gegen DIE LINKE?
Der vollkommen unbedeutende SPD-Bundestagsabgeordnete Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für das Branntweinmonopol, Reinhardt Schultz, hat offenbar den Wahltag nicht gut verkraftet. In dem einschlägig berüchtigten Blatt “Welt Kompakt” fordert er die Vernichtung der LINKEN, die im übrigen mit der NPD gleichzusetzen sei:
Entweder, die Linkspartei habe “über mehrere Jahre zuverlässig den Nachweis der Demokratie-Treue, der außenpolitischen Bündnistreue und des politischen Realismus abgelegt oder: Die SPD bekämpft die Linkspartei und vernichtet sie Schritt für Schritt.”
Schultz erinnerte daran, dass die NPD eine Zeit lang in einigen westdeutschen Landtagen gesessen sei. “Die CDU ist mit dieser Herausforderung trotz aller Versuchungen sehr gut fertig geworden. Sie hat als eher rechte Volkspartei politische Integrationsaufgaben am rechten Rand. Die SPD hat dieselbe Aufgabe am linken.” (Quelle)
Das ist ja mal ne Rhetorik, die mich irgendwie an Berlusconi erinnert, der weiland im Europäischen Parlament meinte mitteilen zu müssen:
Signore Schuuulz, ich weiß, dass in Italien ein Filmproduzent gerade einen Film schneidet über ein Konzentrationslager der Nazis. Ich werde Sie für die Rolle des Kapo vorschlagen. Sie sind perfekt.
(Quelle)
Aber egal. Eigentlich interessant ist die Auffassung Schultz’, derzufolge die SPD dort nicht wählbar sei, wo sie mit der LINKEN zusammenarbeitet. Dumm für die Genossen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt. Das erklärt andererseits auch das eine oder andere schlechte Wahlergebnis der SPD hie und da. Ich finde ja auch, dass die nicht unbedingt wählbar sind, wenn auch aus anderen Gründen.
Übrigens gebe ich die Frage nach der Demokratiefähigkeit gerne an die SPD zurück. Nicht nur wegen der Vernichtungskriegsrhetorik des MdB Schuuuultz, sondern auch zum Beispiel wegen der Entgleisung des SPD-MdB Tabillion, der der Linkspartei gerne mal “eins auf die Schnautze” geben wollte. Wenn das mal keine agressiv-kämpferische Haltung ist.
Übrigens: Einen Besuch wert ist das “unzensierte open Blog” von Reinhard Schultz. Der Einladung zum Dialog vom Oktober 2007 folgte dann nichts mehr.
