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Artikel Tagged ‘Berlin’

»Ich verabscheue Euch wegen Eurer Kleinkunst zutiefst«

22. August 2008

Zudem sind die Städterin und der Städter wandelbare Wesen, was heißt, manche haben an ein und demselben Ort alle Stadtentwicklungsschritte mitgemacht, haben sich also selbst von der derben Ostproletin zur »bewussten Verbraucherin« herabdegradiert.

Der wunderbare Text “Avantgarde der Sanierung” in der Jungle beschreibt sehr schön, warum ich immer mehr auf Kriegsfuß mit meinem Stadtbezirk stehe. Und dit sag ich als einjeborener Berliner, Leule.

Lesen!

mark vs. world

D’OH

10. August 2008

Da hat doch der Herr Schwaner angesichts des brennenden Reifendepots in Berlin den gleichen Gdanken gehabt wie ich.

mark vs. world

030/900: Kein Service unter dieser Nummer

10. Juni 2008

Unter der zentralen Rufnummer 030/900 soll man angeblich

(…) eine unkomplizierte und kompetente Hilfestellung (erhalten), um sich in der Berliner Verwaltung zurechtzufinden. Wir bemühen uns dabei, Ihre Fragen abschließend zu beantworten.
(Quelle)

Ich hatte heute das Begehr, eine zweite Lohnsteuerkarte beantragen zu wollen. Auf der zuständigen Fachinternetseite hieß es, dass ich meinem Begehr auch telefonisch Ausdruck verleihen könne. Neben dem Text wurde ich auf die zentrale Telefonnummer der Berliner Verwaltung 030/900 verwiesen. Als Serviceangebot dieser Rufnummer sei – so die Verwaltung – besonders hervorzuheben:

* Vermittlung in die zuständigen Behörden
* Auskünfte über Zuständigkeit, Sprechzeiten und Erreichbarkeiten der Ämter
* Informationen zu Ansprechpartnern und Rufnummern
* Informationen zu bestimmten Lebenslagen, u. a. zu
o Ausstellung von Personalausweisen und Pässen
o Führerscheinangelegenheiten

Toll, dachte ich mir und wählte 030/900.

Sie: Nuschel, Nuschel, Platz sowieso.

Ich: Guten Tag. Ich brauche eine Lohnsteuerkarte Klasse 6.

Sie: Mmpf. Was soll ich da machen?

Ich: Weiß ich nicht. Sie sind doch die Hotline.

Sie: Wassn fürn Bezirksamt oder Bürgeramt oder was wollen Sie?

Ich: Ääh, Friedrichshain-Kreuzberg?

Sie: Ja, da kann ich Sie jetzt auch nicht direkt hin verbinden. Was soll ich da machen?

Ich: Mein Gott, entschuldigung, dass ich angerufen habe.

Sie: Kein problem [legt auf]

Ich: Mmpf.

mark vs. world

Menschliches Flatterband

7. März 2008

Seit die BVG streikt, habe ich einige Stunden unfreiwilliger Spaziergänge – teilweise im Schnee – hinter mich bringen müssen. Und ich finde es immer noch gut. Heiter wird es erst nächste Woche, wenn die GDL auch noch streikt. Ich kann eine gewisse Vorfreude auf die Stadt ohne Busse und Bahnen nicht verneinen, auch wenn ich selbst noch nicht weiß, wie ich dann ins Büro gelangen soll.

Immerhin hat schon der BVG-Streik für ungewöhnliche Erlebnisse gesorgt: Am Mittwoch landete ich gegen halb sieben Abends am S-Bahnhof Friedrichstraße, der vor allem im Bereich der Treppen zum Tiefbahnsteig vollkommen überfüllt war. In der Mitte der Treppe standen Polizisten Schulter an Schulter. Ich hatte zuerst befürchtet, dass der Bahnsteig eventuell gesperrt sein könnte. Aber wie sich herausstellte, hatten die Beamten die Aufgabe, die Fußgängerströme durch ihre körperliche Präsent rechts und links an sich vorbei zu lenken. Das hat für allerhand Gelächter bei den ansonsten eher genervten Pendlern gesorgt, die Polizisten konnten sich dumme Sprüche im Dutzend anhören. Ein Beamter kommentierte die Sprüche nur lakonisch: “Ja, wir nehmen den Bürgern jetzt die Entscheidung ab, ob sie rechts oder links lang wollen”. Ich hatte keinen Grund, mich aufzuregen, weil es ordentlich linkslang ging. So ist brav. Warum die aber nicht einfach ein Flatterband gespannt haben, verstehe ich auch nicht.

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Heul doch, Berlin

1. Februar 2008

Streik bei der BVG

Das war überraschend. Alle Räder stehen still, weil, naja, weil der Arm von Ver.di und der BVG-Belegschaft es so will. Verlässlich berichtete das Morgenmagazin wieder über die Heulsusen, die an den Bahnhöfen vor verschlossenen Türen standen. Die Welt geht unter, niemand nimmt Rücksicht auf die “normalen Menschen, die auch zur Arbeit müssen”, verwirrte Menschen wussten nicht, wie sie sich fortbewegen sollten. Ich kann folgendes empfehlen: Auto, Taxi, S-Bahn, Fahrrad, Roller, zu Fuß. Funktoniert alles. Am besten fand ich die Bürgerin, die hinter mir auf der Treppe am S-Bahnhof Warschauer Straße lief und in ihr Handy brüllte:

Toll. Jetzt muss ich die S-Bahn nehmen. Und die fährt doch auch nur alle zwei oder drei Minuten!

Das ist wirklich ein Elend. Sicher, der Streik nervt. Ich fand es auch nicht vergnügungssteuerpflichtig, heute morgen früher aufzustehen, durch das Kackwetter durch halb Friedrichshain zu laufen, um die S-Bahn zu nehmen. Aber Streiks müssen weh tun, sie müssen nerven, sie müssen Schaden anrichten, weil sie sonst nichts bewirken. Und das Recht zu streiken und so für seinen Arbeitsplatz, seine Lohntüte und seinen Tarifvertrag zu kämpfen, kommt allen zu Gute. Auch denen, die vor dem verschlossenen U-Bahnhof Tränchen vergießen.

Für mich bleibt nur eine Frage offen: Warum ist das Schild mit dem Streikhinweis (siehe oben) hinter das Gitter geklebt und damit kaum zu lesen? Vielleicht weil ich es sonst mitgenommen hätte?

Edit: Ich bin nicht der einzige BVG-Streiksympathisant

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Kennzeichnung für Berliner Polizisten

8. Januar 2008

DIE LINKE Berlin bestehe gegenüber dem Innensenator und der SPD- Fraktion auf der Einführung einer individuellen Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte, bekräftigte gestern deren Landesvorsitzender Klaus Lederer der Tageszeitung “Neues Deutschland” (Dienstagausgabe). Von Polizeipräsident Dieter Glietsch werde die Einhaltung seiner Zusage erwartet, die Kennzeichnung für geschlossene Einheiten einzuführen, wenn es auch nur einen Übergriff gebe, der wegen deren Fehlen nicht aufgeklärt werden könne. Einen solchen Präzedenzfall gebe es inzwischen. An die Führung der Gewerkschaft der Polizei appellierte Lederer, sich diesem Vorhaben nicht länger zu verweigern. “Es kann auch nicht in ihrem Sinne sein, wenn einzelne Polizeibeamte mit Übergriffen auf Unschuldige die Berliner Polizei bundesweit immer wieder in Verruf bringen.”

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Eine schwere Niederlage

18. November 2007

In Berlin wird das ASOG, das »Allgemeine Polizei- und Ordnungsgesetz« dahingehend geändert, dass die flächendeckende Videoüberwachung bei der BVG und bei Großveranstaltungen, Videoüberwachung zur Eigensicherung von Polizisten bei Kontrollen, die DNA-Analyse von hilflosen Personen und Leichen zur Identifizierung als ultima ratio sowie die Funkzellenortung bei vermissten Personen unter bestimmten Bedingungen eingeführt wird.

Es ist eine schwere Niederlage, dass diese Gesetzesänderung vorausichtlich in der kommenden Woche von SPD und Linksfraktion im Abgeordnetenhaus beschlossen wird. Versuche, dies zu verhindern, sind offenbar gescheitert. Da ist es im Prinzip nachvollziehbar, dass DIE LINKE einerseits in Berlin mit Kritik bedacht wird und andererseits auch die Bundespolitiker der LINKEN sich einiges anhören müssen. Es gibt wenig zu beschönigen: Die Regelungen sind eine Niederlage für die Bürgerrechte, sie sind überwiegend schwammig, unpräzise und werden logisch dazu führen, dass Befugnisspielräume unbillig ausgedehnt werden. Wir alle wissen, dass Videoüberwachung nicht etwa mehr Sicherheit bringt, sondern vor allem Verdrängung, dass der Überwachungsdruck die Gesellschaft verändert, weil er das Handeln der Menschen verändert und manipuliert. Schlichend, still und kaum merkbar. Und ich kenne niemanden bei der LINKEN in Berlin, der das anders sieht.

Umso interessanter ist es, einen Blick darauf zu werfen, warum zur Hölle dieses schlechte Gesetz dann trotzdem zustande kommt. Die Antwort könnte kurz ausfallen: Weil die SPD es so will. Das reicht aber nicht unbedingt aus zu erklären, warum Leute, eben der Koalitionspartner der SPD, die das Gesetz ablehnen, dennoch ihre Hand dafür heben werden. Auf jeden Fall kann ich schon jetzt sagen, dass ich froh bin, kein Mitglied der Berliner Fraktion zu sein.

Trotzdem kommt man nicht umhin, sich anzuschauen, wie ein solches Gesetz im Kontext entsteht, was natürlich dessen Gehalt nicht besser macht. Als die Verhandlungen zm Koalitionsvertrag zwischen SPD und LINKE begannen, standen sie unter den Zeichen der verhinderte Anschläge in Koblenz. So forderte die SPD, nachdem sie der LINKEN bei anderen Fragen (Gemeinschaftsschule, Personalvertretungsgesetz, kein weiterer Verkauf von Wohnungsbaugesellschaften, Bezirksfinanzen, ÖBS, …) erheblich entgegengekommen war, die Videoüberwachung bei der BVG auszubauen, weil ja eben in Koblenz die Täter per Video überführt werden konnten. Zwar gab es in Berlin zu diesem Zeitpunkt schon Videoüberwachung, aber ohne Aufzeichnung und bei weitem nicht so weitgehend, wie es jetzt geplant ist. Das ist im wesentlichen der Hintergrund des Gesetzes. Die Durchsetzung dieser Forderung konnte unter anderem nicht verhindert werden, weil DIE LINKE wesentlich geschwächt aus der Wahl hervorgegangen war und – noch schlimmer – es schlicht und ergreifend eine gesellscahftliche Stimmung gibt, die Videoüberwachung usw. als nicht so schlimm empfindet, weil man nichts zu verbergen habe und überhaupt Sicherheit doch sein müsse. Der Preis wird dabei meist unreflektiert hingenommen. Diese Stimmung verstärkte sich in dem Augenblick, als Kofferbomber scheiterten. Nicht wegen der Kameras, sondern weil sie zu blöde waren, eine anständige Bombe zu bauen (was in Sachen tatsächliches Gefährundspotenzial tief blicken lässt). Aber immerhin wurden die Jungs durch die Kameras überführt. Kann ja mal vorkommen. Ich bin trotzdem gegen Videoüberwachung und den präventiven Sicherheitsstaat, der ja auch nur »Sicherheits«staat heißt. Allein, es hilft nichts, eine edle Meinung zu haben.

Was ich extrem unbefriedigend finde ist die Tatsache, dass jetzt so getan wird, als hätte DIE LINKE die Videoüberwachung geradezu mit dem Vorschlaghammer durchgepowert, statt sich an die eigentlichen Urheber, die SPD, zu wenden, denen ein wenig öffentlicher Druck in dieser Sache mal ganz gut tun würde.

Das Problem ist bei der Gesamtscheiße, dass Regierungen mehr oder weniger die Hand an den Rechtsstaat und die Demokratie legen können, ohne auch nur die kleinste Konsequenz zu fürchten zu müssen und natürlich von diesen Sachen üppig Gebrauch machen. Die Bürgerrechtsorganisationen haben es sich dabei einstweilen in der Kuschelecke gemütlich gemacht. Wenn es nicht schlimm ist, man sich sogar ein wenig wie Mainstream fühlen darf, dann wird mit einem Riesenbrimborium Front gegen Big Brother gemacht. Wenn es aber drauf ankommt, wenn es unpopulär ist, sich für Bürgerrechte, gegen Videoüberwachung einzusetzen, also dann, wenn in Madrid, London, New Yock, von mir aus auch in Koblenz mal ne Bombe (fast) hochgegangen ist, dann wird sich wegeduckt, vielleicht ein höflicher Brief geschrieben, statt gerade dann die öffentliche Gegenmeinung zu artikulieren, die so dringend nötig wäre. Manchen reicht es halt einfach, ein guter Mensch zu sein. Und höflich. Und das in einer ganz einfachen Welt. Anders kann ich mir nicht erklären, wenn das ASOG – bei all seiner Schlechtigkeit, trotz größerer Liberalität (ich sag nur mal Rasterfahndung, allgemeine Polizibefugnisse) – mit Schäubles und Schilys Paketen verglichen wird obwohl wir mit Vorratsdatenspeicherung, Ausländergesetzen, Luftsicherheitsgesetz, elektronischer Gesundheitskarte, ePass, Biometrie, RFID, Online-Durchsuchung, BKA-Gesetz von ganz anderen Dimensionen, nämlich dem systeatischen Umbau des Staates, reden.

Ich finde, dass mehr nötig ist. Es braucht eine neue Bürgerrechtsbewegung, die hilft, diese Logik aufzubrechen, Freiheit und Demokratie Scheibe für Scheibe auf den Orkus zu befördern. Wer glaubt, dass das irgendeine der kleinen Parteien alleine kann, ist unglaublich naiv und legt es nicht darauf an, die Welt zu verändern, sondern in erster Linie selbst eine weiße Weste zu behalten. Das ist aber kein Beitrag dafür, dass auch nur eine Kamera nicht installiert wird.

Schon jetzt mehren sich Stimmen, die eine Hoffnung artikulieren, die Gerichte mögen das eine oder andere Schnüffelgesetz kippen. Das hoffe ich auch. Trotzdem reicht es bei weitem nicht aus, wie Burkhard Hirsch es regelmäßig tut, vor das Verfassungsgericht zu tapern, eine Regelung zu kippen, die kurz darauf rechtsfest und im Zweifel noch schlimmer wieder auf der Tagesordnung landet. Allein wegen des Sonderrechtssystem des §129a und b mit seinen perversen Auswüchsen habe ich jeden Glauben verloren, ausgerechnet die Gerichte können den Überwachungsstaat stoppen, zumal das Recht immer das Recht der Herrschenden war. es braucht deutlich mehr. Grund- und Bürgerrechte wollen täglich neu verteidigt werden. Das ist eine Aufgabe, die man nicht irgendwelchen Parteien, Gerichten, Fraktionen, Koalitionen überlassen kann. Jeder selbst muss sich fragen, was er tun kann und was er getan hat um Gesellschaft so zu verändern, dass sie bürgerrechtsfreundlich wird.

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Mal was ganz anderes: Rauchverbot? Nicht mit den »Jungs«

9. November 2007

Gestern hatten wir ein einstündiges Fotoshooting mit der BZ. Ich habe noch nie vorher in so kurzer Zeit zwei Schachteln Zigaretten rauchen müssen.

rauchverbot.jpg

Klick zum Artikel der BZ

Mehr Presse dazu:

Berliner Kurier: Bürgeraufstand gegen das Rauch-Verbot
Berliner Zeitung: Raucher zeigen Nichtraucher an
Tagesspiegel: Volksinitiative gegen Rauchverbot
Morgenpost: Raucherzimmer sind gefährlich

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Premiere

29. Oktober 2007

Heut isses passiert: Ich habe zum ersten und (wie ich hoffe) letzten Mal in meinem Leben einen Leserbrief an das Neue Deutschland (ND) geschrieben. Es ist mir ein wenig peinlich und ich fühle mich angesichts dessen, dass ich nun zu den gleichen Mitteln greifen muss wie die üblichen PDS-Kampfrentner etwas unwohl und auch 20 Jahre älter.

ND behauptet suggeriert nämlich, dass in Friedrichshain-Kreuzberg die Kältehilfe wegen der bösen Sparpolitik in Gefahr sei. Das stimmt gleich aus mehreren Gründen nicht:

  1. Hat die BVV aus massiven Druck der LINKEN (und der Grünen und auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin) den Bezirkshaushalt nicht beschlossen, weil die Sparvorgaben des Senats nicht umsetzbar waren und man überdies (zum Beispiel an der Kältehilfe) nicht den Rotstift ansetzen wollte. Ergo: Kein Haushalt -> keine Einsparung.
  2. Im Entwurf des Bezirkshaushaltes (der wegen der nicht auskömmlichen Finanzierung nicht beschlossen wurde) gab es zwar Kürzungen zu Lasten der Kältehilfe. Die sind aber einerseits nicht existenziell gewesen, andererseits hat die BVV unabhängig davon gerade diese Kürzung abgelehnt und damit das Gegenteil dessen gemacht, was Diakonie und ND behaupten. Keine Kürzung ist keine Kürzung. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
  3. Zitiert das ND die Sprecherin des Senats mit dem klugen Ausspruch, dass die Bezirke für die Finanzierung der Kältehilfe verantwortlich seien und die Mittel “zweckentfemden” würden, seit die Zuweisung nicht mehr zweckgebunden ist. Dumm nur, dass das Land Berlin den Bezirken insgesamt nicht genug Mittel gibt, egal für was. Ändert aber auch nichts daran, dass in Friedrichshain-Kreuzberg die Gelder für die Obdachlosenhilfe nicht gekürzt wurden, was dazu führt, dass die Obdachlosenhilfe auch nicht in Gefahr ist. Punkt.

Ich bin voll der krasse Kommunalpolitiker. Hätt ich mir auch nicht träumen lassen.

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Bezirkspolitiker der LINKEN gegen Berliner Polizeigesetzverschärfung

21. September 2007

Innensenator Körting liebt doch alle Menschen

Bezirkspolitiker der LINKEN Berlin, Gewerkschafter und Mitglieder des
Jugendverbandes der LINKEN wenden sich in einem offenen Brief an
Landesvorstand und Abgeordnetenhausfraktion gegen die geplante
Verschärfung des ASOG. Unter den Unterzeichnern finden sich unter anderem
der Fraktionsvorsitzende der BVV-Fraktion der LINKEN Treptow-Köpenick,
Philipp Wohlfeil, der stellvertretende Bundesjugendvorsitzende von VER.DI,
Holm-Andreas Sieradzki und der ehemalige LKA-Beamte Kai Werner. Darüber
hinaus unterzeichneten den Text Politiker der LINKEN aus Friedrichshain-
Kreuzberg, Neukölln, Pankow und auch aus Sachsen.

Die Unterzeichner wenden sich gegen die Pläne des rot-roten Senats, in allen
Linien der BVG Videoüberwachung flächendeckend zuzulassen und die
Aufnahmen zu speichern. Heftige Kritik finden auch die Pläne zur Handyortung.

In dem Text heißt es: „Weil wir unsere Freiheit so sehr lieben, wollen wir von
Körting nicht zu Tode umarmt werden. Jedes Schnüffelgesetz, jede
Spitzelbefugnis für die Polizei ist zu viel. Deshalb wollen wir unsere Freiheit,
unsere Grundrechte nicht auf dem Altar der so genannten
Terrorismusbekämpfung opfern. Auch nicht scheibchenweise.

wenn du mit unterzeichnen möchtest, dann melde dich bei mir unter mark.seibert@dielinke-fk.de

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