
DIE LINKE auf der Demo "Freiheit statt Angst"
Auch wenn es ein wenig off-Topic ist: Die Medien überschlagen sich seit fast einem Monat damit, einen Streit in der Führung der LINKEN hochzuschreiben. Zugegeben – die LINKEN sind ein streitbares Völkchen, trotzdem muss nicht alles stimmen, was Stern oder Spiegel dazu zu wissen glauben.
Dass es auch anders geht, zeigt eine interessante Basis-Initiative, die sich – für DIE LINKE untypisch – bei Facebook etabliert hat. Bislang fast 300 User fordern dort Einigkeit und ein Ende der Querelen. Interessant dabei ist der Blick auf die Liste der Gruppenmitglieder: Sie kommen aus allen Strömungen, die sich sonst angeblich so wenig zu sagen haben. Es sind Funktionäre der Landes- und Kreisebene, Abgeordnete und “einfache” Basismitglieder. Bitte mehr davon. Hier ist der Text:
Für DIE LINKE war 2009 ein sehr erfolgreiches Jahr. Wahlerfolge der ostdeutschen und westdeutschen Landesverbände und ein stetiger Anstieg der Mitgliederzahlen sind dafür ebenso Beleg wie linke Themen im Fokus der öffentlichen Debatte. Diese Erfolge sollten uns alle freuen und zugleich Ansporn sein.
Mit Bedauern nehmen wir jedoch zur Kenntnis, dass eine neue Personaldiskussion in Gang gekommen ist, hinter der Uneinigkeit über den künftigen politischen Kurs der LINKEN stecken soll.
Dazu stellen wir fest: Die Erfolge der LINKEN haben wir nur gemeinsam erreichen können. Sie gehören allen unseren Genossinnen und Genossen mit ihren zum Teil ganz unterschiedlichen politischen Erfahrungen und Lebensgeschichten. Sie gehören allen, die DIE LINKE durch produktive Diskussionen voran bringen.
Diese Erfolge wären undenkbar ohne die vielen oft ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Stadt- und Kreisverbänden sowie den vielen Kandidatinnen und Kandidaten auf allen Ebenen. Sie sind aber ebenso undenkbar ohne unsere Spitzenkandidaten zu den Bundestagswahlen Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, des Bundesgeschäftsführers und Bundeswahlkampfleiters Dietmar Bartsch sowie der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zu den Landtagswahlen.
Wann immer wir uns gemeinsam über Inhalte und Positionen auseinandersetzen, ist das gut und für die weitere Entwicklung unserer Partei unerlässlich. Wenn aber Personaldebatten an die Stelle offener inhaltlicher Diskussionen treten, schadet das uns allen und den Menschen, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben.
Wir appellieren deshalb an den Parteivorstand, ein klares Signal der Einigkeit zu senden, damit wir in einer sachlichen Debatte den künftigen Kurs der LINKEN gemeinsam erfolgreich weiter entwickeln können.




