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Archiv für die Kategorie ‘mark vs. world’

Der Sarrazin-Effekt

27. August 2010

Ich werde jetzt öfter gefragt, warum ich als Sarrazin-Experte nichts zum Thema Sarrazin schreibe in diesen Tagen. Es macht keinen Sinn. Sarrazin ist nicht (mehr) satisfaktionsfähig und ich habe, anders als die anderen Aufgeregten, keine Lust, für das Buch auch noch kostenlose Werbung zu machen. Früher hatte Sarrazin immerhin eine Meinung, die ich zwar nicht teile, über die man aber diskutieren kann und die er immerhin nachvollziehbar begründen konnte. Heute ist da nichts mehr, nur noch dumpfe und plumpe Sprüche. Und deshalb setze ich mich mit Sarrazin genauso wenig auseinander wie mit Holger Apfel.

Aber immerhin: Ich bin ein Profiteur des Sarrazin-Effekts: Immer, wenn er wieder mal was gesagt hat, sieht meine Zugriffsstatistik etwa so aus wie heute:

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“Tötet Helmut Kohl”

21. August 2010

Christoph Schlingensief  wurde 1997 festgenommen, als er in Kassel während der Documenta ein Plakat mit dem Text “Tötet Helmut Kohl” trug. In der FAZ sagte er: “Ich habe keinen Bock auf Himmel, ich habe keinen Bock auf Harfe spielen und singen und irgendwo auf einer Wolke herumgammeln”. Heute ist mit Christoph Schlingensief einer der wenigen politischen Künstler gestorben.

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“Resthäuser” fotografieren – wer macht mit?

17. August 2010

Schön: Burks macht auf eine Idee aufmerksam, die ich hier auch schon formuliert hatte: Die Panoramafreiheit in Anspruch nehmen, verpixelte Häuser fotografieren, geotaggen und hochladen. Noch schöner: Jemand koordiniert das.

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BSR far away

8. Juli 2010

Man kriegt es in Berlin ja generell nicht sehr leicht gemacht, seinen Sperrmüll loszuwerden. Immer noch besser aber, einen Termin zu vereinbaren, 25 Euro zu bezahlen, als nach Mexiko zu fahren, um ein paar alte Batterien loszuwerden.

Screenshot bsr.de

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Mjam: McFlurry mit Erbsen

5. Juli 2010

Ich sollte heute Lotto spielen. Die Chance, dort dicke Kohle zu gewinnen, ist sicher besser, als ein McFlurry mit vielen bunten Smarties zu bekommen, die alle grün sind.

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Jetzt mit Flatter / Sozialismus 2.0

27. Mai 2010

Ich möchte Eure Aufmerksamkeit mal rechts auf diesen Flattr-Button werfen, für den ich die pöse Adsense-Anzeigen rausgeklickt habe. Flattr ist eine schöne Monetarisierungsidee: Wer etwas im Netz findet, das ihm gefällt, klickt auf den Flattr-Button. Am Monatsende wird abgerechnet: Ein Betrag, den man zuvor bei Flattr eingezahlt hat, wird an diejenigen Content-Produzenten verteilt, deren Inhalte man zuvor geflattert hat. Gleichzeitig bekommt man Geld zurück – und zwar von denjenigen, von denen man selbst geflattert wurde. Das ist Sozialismus 2.0, denn man kann sich in der Blogosphärenfamilie ein wenig Geld hin und her überweisen. Mir gefällt das.

Flattr ist – natürlich – in der Beta, man kommt nur rein, wenn man eingeladen wird. Ich habe noch ein paar Einladungen übrig. Wer eine will, postet in den Kommentaren.

Hier gibt es auch ein nettes Erklärvideo dazu:


mark vs. world, medien

Nicole Simon als CDU-Sachverständige in die Enquete-Kommission

3. April 2010

Erinnert Ihr Euch noch an Nicole Simon? Mit der habe ich mich vor einiger Zeit mal in den Haaren gehabt. Die Professionelle Expertin betrieb nämlich eine Liste über twitternde Politiker, hat aber stets DIE LINKE rausgehalten (siehe auch hier, hier und hier). Damals war natürlich alles unsere Schuld: Wir sind zu doof, das Internet zu bedienen und so. Eben sehe ich, dass sie für die CDU als Sachverständige in die Netz-Enquete des Bundestages berufen wurde. Keine Fragen mehr.

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Berliner Stadtbildverschönerung mit “verbotenem” Plakat

20. Januar 2010

Gestern noch hatte die Staatsanwaltschaft die Plakate des Bündnisses “Dresden Nazifrei” beschlagnahmen lassen. Heute versammelten sich Mitglieder der LINKEN, des Jugendverbandes, des Studierendenverbandes und etliche Bundestagsabgeordete, um die Plakate, die die Staatsanwaltschaft nicht gefunden hat, schnell mal raus zu hängen. Berlin ist viel schöner geworden seitdem.

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Razzia gegen Anti-Nazi-Plakat

19. Januar 2010

DIE LINKE Sachsen berichtet, dasss im Zuge einer Razzia in der Wahlfabrik der LINKEN in Dresden Mobilisierungsplakate für den 13. Februar in Dresden sowie Aufrufe beschlagnahmt worden. Hintergrund ist das alte Klagelied, nach dem auf den Plakaten zu einer Straftat, also zum Blockieren des Nazi-Aufmarschs in Dresden am 13.2. aufgerufen würde. An der Fassade der LINKEN Bundesgeschäftsstelle wurden indes die verbotenen Plakate aufgehängt.

Update: Katja Kipping (MdB, DIE LINKE) hat dazu erklärt:

Dabei wurden Plakate des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“, einer parteiübergreifenden Initiative zur Verhinderung des Europaweit größten Naziaufmarsches, beschlagnahmt. Das Bündnis wird u.a. von der LINKEN, den Grünen, den Jusos, den Gewerkschaften ver.di, IG Metall, NGG und weiteren Initiativen getragen.Als Begründung dient der auf dem Plakat befindliche Aufruf „Gemeinsam Blockieren“. Der Aufruf zum friedlichen Widerstand gegen die Neofaschisten wird so von vornherein kriminalisiert, Menschen, die sich gegen die braunen Umtriebe engagieren, eingeschüchtert. Die Staatsanwaltschaft verschafft mit ihrem Vorgehen der europäischen Naziszene ein Triumph, noch bevor diese Dresden überhaupt mit ihrer Anwesenheit belästigt.

Ich protestiere scharf gegen das Vorgehen der Dresdner Staatsanwaltschaft und fordere, die Kriminalisierung bürgerschaftlichen Engagements sofort einzustellen. Wer auch immer die Weisung zu diesem Vorgehen erteilt hat, ist mit einer offensichtlichen und erschreckenden Erkenntnisresistenz geschlagen.

Was in anderen Städten glücklicherweise klappt, der gemeinsame Kampf von Zivilgesellschaft und Politik gegen die menschenverachtenden Parolen und Geschichtsverdrehungen der Nazis, muss auch in Dresden möglich sein.

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“Du musst Dich Arschloch nennen” – Vor 20 Jahren starb Herbert Wehner

19. Januar 2010

Heute vor 20 Jahren starb Herbert Wehner, der Meister der parlamentarischen Ordnungswidrigkeiten. Dass er auch außerhalb des Plenums austeilen konnte, beweist die Anekdote über seinen Fraktionskollegen, dessen Name mit W oder Z anfing. In der alphabetischen Sittzordnung saß der Abgeordnete immer ganz hinten. Als er Wehner fragte, ob er weiter vorne sitzen dürfe, sagte Wehner nur: “Dann mußt du dich Arschloch nennen, dann kannst du ganz vorne sitzen!” Weniger sanft angepackt wurde zum Beispiel der Abgeordnete Wohlrabe (“Sie Übelkrähe”) oder der Abgeordnete Todenhöfer (“Sie Hodentöter”).

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