DIE LINKE startet heute ihre Online-Community Linksaktiv.de. Dort können sich alle interessierten registrieren, auch eine anonyme Nutzung ist möglich. Linksaktiv.de bietet die gewohnten Grundfunktionen einer Online-Community. Die User können sich mit Freunden vernetzen, Gruppen anlegen, Foren nutzen, bloggen, Fotos und Videos hochladen. Die Wahlkampfzentrale der LINKEN schreibt über die Online-Community Aufgaben aus, mit denen die User die Wahlkampagne der LINKEN unterstützen können.
Linksaktiv.de wurde im WahlQuartier der LINKEN konzeptioniert. Die Umsetzung übernahmen die Agenturen DiG (Design) und Minuskel (Technik). Linksaktiv.de läuft auf der Opensource-Software Elgg. Eine Besonderheit von Linksaktiv.de ist, dass die IP-Adressen der Nutzer nicht geloggt werden. DIE LINKE wird auch mit linksaktiv.de an der Aktion “Wir speichern nicht” teilnehmen.
Die SPD hat sich offenbar entschieden, zur Europawahl eine Anti-Kampagne gegen alle anderen Parteien zu machen. Das finde ich einigermaßen gewagt, denn eigentlich geht man immer davon aus, das proncierte Anti-Kampagnen in Deutschland, wo die Wählerinnen und Wähler viel harmoniesüchtiger sind als beispielsweise in den USA, nach hinten losgehen. Ich persönlich mag ja Anti-Kampagnen eigentlich, weil sie den politischen Gegner herausfordern – wie im Bild oben, wie ein Freund der Thüringer LINKEN sich eines der SPD-Plakate schon mal vorgenommen hat.
SpOn berichtet ebenfalls über die neuen Plakate der SPD. In der Fotostrecke dort sind weitere Plakatmotive zu sehen. Und hier wird ein wird ein anderes Problem mit Anti-Kampagnen – jedenfalls für die SPD – deutliche: “Dumpinglöhne würden CDU wählen” ist einer und “Finanzhaie würden FDP wählen” ist ein anderer Slogan. Ich frage mich an der Stelle schon, für wie dumm die SPD-Kampagnenmacher die Wähler halten. Immerhin ist die SPD seit über zehn Jahren an der Bundesregierung beteiligt. Man kann schon sagen, dass es die Politik der SPD ist, die in den vergangenen Jahren zu Dumpinglöhnen führte.
Anderes Beispiel sind die Finanzhaie: Die SPD hat Politik seit über zehn Jahren hier gestaltet und kann sich jetzt schlecht aus der Verantwortung mogeln. Als sich das Motiv mit den Finanzhaien gesehen habe, musste ich sofort daran denken, dass es die SPD während der Kanzlerschaft Schröders war, die Hedgefonds und damit ein wesentliches Instrument der Finanzhaie erlaubte. Frank Walter Seinmeier kann nichtmal argumentieren, dass er nichts damit zu tun hätte, denn er war seinerzeit Schröders Kanzleramtschef.