Februar 15th, 2009

Gestern war ich mit Hund und Frauchen am Müggelsee. Der Hund ist eine Hündin, heißt aber trotzdem Happy und verfügte über eine gewisse Fixierung auf meine Manteltasche, in der nicht ohne Grund Hundefutter vermutet wurde. Besagte Fixierung auf meine Manteltasche konnte nur nur gelöst werden, wenn das Frauchen Happys Augenmerk auf im Wald herumliegende Baumstämme lenkte, die trotzdem euphemistisch als “Stöckchen” bezeichnet wurden.
Happy machte also eines dieser “Stöckchen” aus und wollte es zum Spielen zu uns bringen. Problem eins: Das Maul war eigentlich zu klein für das “Stöckchen”, was aber nicht weiter störte, weil man ja auch seinen Kiefer einfach bis an die Belastungsgrenze aufreißen kann. Problem zwei: Das “Stöckchen” war etwa so schwer wie der Hund selbst. Im Ergebnis geriet der Hund bei den Transportversuchen erst in eine bedrohliche Schieflage und drohte sodann gänzlich umzukippen.
Wie in solchen Situationen üblich befanden sich genau zu diesem Zeitpunkt eine große Gruppe von Passanten in unmittelbarer Nähe, die dem Schauspiel belustigt folgten, was wiederum das Frauchen zur Verzweiflung trieb. “Happy! Du kannst mich doch hier nicht vor allen Leuten lächerlich machen”, rief sie und versuchte, den Hund mit einem kleinen Zweig vom “Stöckchen” abzulenken. Vergebens, schließlich war das Hundemaul so weit aufgesperrt, dass Happy das “Stöckchen” nicht ohne weiteres wieder fallen lassen konnte. Man sagt ja nicht zu Unrecht “Wie der Herr so’s Gescherr”.
rivva digest
Posted in mark vs. world | 2 Comments »
Februar 13th, 2009
Morgen ist Valentinstag. Vorhin bekam ich von der Werbeagentur der LINKEN eine Mail. Der Text war sehr knapp:
Lieber Mark.
Und im Anhang ein Plakatentwurf. Ich bin begeistert. Auf der Facebook-Seite der LINKEN kann man das in verschiedenen Größen runterladen (ohne sich anmelden zu müssen) und hier ist eine pdf-Datei.

rivva digest
Posted in mark vs. world | 1 Comment »
Februar 6th, 2009
Gestern ist der neue Freitag erschienen, der eigentlich “der Donenrstag” heißen müsste, weil gestern ja Donnerstag und nicht Freitag war. Das ist aber nicht so wichtig.
Wichtig ist viel mehr, dass Tom Strohschneider dort einen tollen Artikel zum Thema Online-Wahlkampf der Parteien veröffentlicht hat. Hier könnt Ihr ihn Euch anschauen und lernen, warum man von mri keine Begeisterung in Sachen Obama erwarten kann und wie sehr ich mich auf usergenerierten Inhalt freue.
Ende der Angeberei.
rivva digest
Posted in Politik | No Comments »
Februar 5th, 2009

Der Tag fängt besser an, als ich dachte.
rivva digest
Posted in mark vs. world | 2 Comments »
Februar 3rd, 2009

(c) Foto: obs/CMA
Ihr könnt mich für bekloppt halten. Aber ich hasse die CMA mehr als die GEZ. Zwar sind sich beide Organisatuonen recht ähnlich, aber mit der CMA habe ich eigentlich nichts zu tun. Außer dass ich wie alle anderen die unerträglichen Werbekampagnen der CMA ertragen muss, die Reklame für “Produkte aus deutschen Landen” machen.
Damit ist jetzt vermutlich Schluss. Die CMA hat sich bislang aus einer Zwangsabgebe finanziert, die Landwirte zahlen mussten. Genau diese Zwangsabgabe wurde vom Bundesverfassungsgericht kassiert. Weil die Zielsetzung der komischen Kampagnen ohnehin ominös sind, gehe ich davon aus, dass uns künftig schlimme Plakate wie “Willst Du mein Brät-Pit sein?” künftig erspart bleiben. Was ein Glück. Endlich mal eine Steigerung der Lebensqualität aus Karlsruhe.
Und zugleich hat das Gericht einer üblen Praxis ein Ende gemacht. Die Landwirte konnten es sich nicht aussuchen, ob sie von der CMA Werbung für ihre Produkte haben wollen. Diese Praxis erinnert irgendwie vage an die Schutzgelderpressungen. “Du haste so eine schönen Acker. Wäre doch ein Jammer, wenn er gepfändet werden würde, weil Du deinen Zwangsbeitrag an die Familie nicht bezahlst”.
rivva digest
Posted in mark vs. world | No Comments »
Februar 2nd, 2009
Update: Jetzt hats doch noch geklappt: Seite heute Morgen ist das Twitter-Verzeichnis um ergänzt und nicht mehr ohne LINKE. Vielen Dank, Frau Simon. Die noch fehlenden melde ich dann bis zum 15. Februar per Formular.
Ich habe schon zwei Mal über diese “Twitter-Expertin” Nicole Simon geschrieben, die nicht nur ein tolles Buch über Twitter geschrieben hat, sondern auf dem Blog zum Buch auch ein Verzeichnis twitternder Parteien und Politiker betreibt. Zwei Posts war das deshalb wert, weil Nicole Simon es nicht nur vermeidet, twitternde Politiker der LINKEN zu listen, ihre Abscheu vor der Partei kaum verhehlen kann, das aber nicht zugibt und sich stattdessen tolle Ausreden ausdenkt und absurde Kriterien in den Kommentaren nachschiebt. Der Stand der vergangenen Woche war, dass die Liste zum 1. Februar aktualisiert wird.
Schau ich mal eben schnell nach und sehe – nichts. Wahrscheinlich ist das aber auch wieder mein Fehler. “1. Februar” bedeutet wahrscheinlich “1. Februar 2010″.
Jetzt kann Nicole Simon auf ihrer Seite posten, was sie will. Es wäre mir im Zweifel auch egal, weil die Seite nicht so maßlos bedeutend ist. Weil sie aber eine tolle Expertin sein will, hatte ich nicht nur mit einem gewissen Maß an Professionalität gerechnet, sondern auch mit dem Anspruch an die eigene Arbeit, ein Verzeichnis zu bringen, das dem, was man Vollständigkeit nennen kann, möglichst nahe kommt. Doch weit gefehlt. Expertentum wird zwar blumig propagiert. Schaut man aber hinter die Kulisse ist man weit von der Erfüllung jeglicher Mindestansprüche entfernt. Ich fürchte, dass das exemplarisch ist für vieles, was das herum geschieht, was sich mit Politik beschäftigt und sich Web 2.0 nennt. Gleichzeitig wird – nichtmal zu Unrecht – eine grenzenlose Erwartungshaltung beispielsweise an Politiker formuliert. Ich kann damit leben, aber solche Leute sollen sich nicht denken, dass sie von irgendwem ernst genommen werden. Warum auch?
Egal, Strich drunter. Von Nicole Simon kann sich jeder sein eigenes Bild in den dortigen Kommentaren machen, wenn er will. Wer sich über twitternde LINKE informieren will, der kann hier fündig werden.
rivva digest
Posted in mark vs. world | 2 Comments »