Das war überraschend. Alle Räder stehen still, weil, naja, weil der Arm von Ver.di und der BVG-Belegschaft es so will. Verlässlich berichtete das Morgenmagazin wieder über die Heulsusen, die an den Bahnhöfen vor verschlossenen Türen standen. Die Welt geht unter, niemand nimmt Rücksicht auf die “normalen Menschen, die auch zur Arbeit müssen”, verwirrte Menschen wussten nicht, wie sie sich fortbewegen sollten. Ich kann folgendes empfehlen: Auto, Taxi, S-Bahn, Fahrrad, Roller, zu Fuß. Funktoniert alles. Am besten fand ich die Bürgerin, die hinter mir auf der Treppe am S-Bahnhof Warschauer Straße lief und in ihr Handy brüllte:
Toll. Jetzt muss ich die S-Bahn nehmen. Und die fährt doch auch nur alle zwei oder drei Minuten!
Das ist wirklich ein Elend. Sicher, der Streik nervt. Ich fand es auch nicht vergnügungssteuerpflichtig, heute morgen früher aufzustehen, durch das Kackwetter durch halb Friedrichshain zu laufen, um die S-Bahn zu nehmen. Aber Streiks müssen weh tun, sie müssen nerven, sie müssen Schaden anrichten, weil sie sonst nichts bewirken. Und das Recht zu streiken und so für seinen Arbeitsplatz, seine Lohntüte und seinen Tarifvertrag zu kämpfen, kommt allen zu Gute. Auch denen, die vor dem verschlossenen U-Bahnhof Tränchen vergießen.
Für mich bleibt nur eine Frage offen: Warum ist das Schild mit dem Streikhinweis (siehe oben) hinter das Gitter geklebt und damit kaum zu lesen? Vielleicht weil ich es sonst mitgenommen hätte?
Edit: Ich bin nicht der einzige BVG-Streiksympathisant












Traurig aber wahr …
aber auf nem Weg zur Arbeit konnte ich sie beobachten. Menschen die sich trotz des realtiv medienpräsenten (und teilweise beliebten) BVG-Streiks an den U-Bahn- und Bus-Stationen tummeln und warten.
…
Das mit dem Taxi solltest du zurücknehmen. Es existiert nämlich Taxi-Notstand
http://www.wawzyniak.de/wp/?p=412
[...] alles gepasst. Und über den Streik der Berliner Verkehrsbetriebe beschwere ich mich jetzt auch nicht. Ok, ich hab 15 Euro für zwei Taxifahrten ausgegeben, aber es gab auch positives zu berichten: Ich [...]
Der Streik war scheiße, da kannste schreiben, was Du willst.
Außerdem hast du ja leicht reden, du bist von dir zu Fuß recht fix bei der S-Bahn. Ich musste aber noch mal zehn Minuten länger laufen – und dabei noch um den Bersarinplatz eum, den ich sonst hätte umfahren können mit der Straßenbahn.
Angewisen auf die S-Bahn war ich vor nicht all zu langer Zeit der Dumme. Mein Chef konnte es garnicht verstehen warum Menschen um 22 uhr abends kein Fernsehen schauen und feststellen das gestreickt wird. Warum komm ich zu spät?! Er hatte gut reden da er nur mit der BVG fahren muss. Und nun, oh welch ein Glück, wer kam wohl diesmal zu spät …? !!
[...] unfreiwilliger Spaziergänge – teilweise im Schnee – hinter mich bringen müssen. Und ich finde es immer noch gut. Heiter wird es erst nächste Woche, wenn die GDL auch noch streikt. Ich kann eine gewisse [...]