Björn Hengst hat tief in der Vergangenheit gegraben und bei SPIEGEL Online enttarnt, dass DIE LINKE im Westen aus ganz vielen Marxisten, Kommunisten, Sektierern besteht und die Ossis jetzt versuchen, eben jene Klientel zu zähmen. Ich fühle mich von dem Text persönlich angesprochen, denn bei seinen Grabungen stieß Hengst unter anderem auf folgendes:
Weil er (Diether Dehm -ms) in Frankfurt auf Flugblättern für die Freigabe von Haschisch warb und gleich ein Rezept für Haschischplätzchen mitlieferte.
Diese Aktion hatte ich als damaliger Wahlkampfleiter der PDS Hessen gestartet (links: Titel des Faltblattes, hier der damalige – sehr unterhaltsame – Bericht bei SPON), um unsere Forderung nach einer Legalisierung sogenannter weicher Drogen den nötigen Nachdruck zu verleihen. Eine Forderung, die sich auch bei SPD, Grünen und FDP findet.
Unabhängig davon finde ich es merkwürdig, wenn die Medien sich jetzt auf uns stürzen und den letzten Irren aus dem hinterletzten durchgeknallten Kreisverband als Kronzeugen vor die Kameras ziehen. Würde man immer so vorgehen, dann könnte man die CSU gleich mit der NPD verbieten, weil sich in den Reihen beider Parteien ein ordentliches Maß an vollverwirrten Glatzennazis finden dürfte. Dabei rede ich gar nicht mal von Spezial-Aussetzern wie Homann.
Jedenfalls wird jede Partei ein gewisses Penum Irrer in ihren Reihen haben. Zunächst dachte ich, dass die Kloppi-Quote irgendwo um 10 Prozent liegen müsste. Inzwischen gehe ich davon aus, dass jede Partei (egal, wie groß sie ist) ein Kontingent von 7.000-10.000 Patienten zugewiesen bekommt. Bei einer sehr kleinen Partei, wie es die PDS früher im Westen war, fällt das natürlich auf. Bei sehr großen Parteien wie der SPD oder der Union fallen 10.000 Bekloppte bei 500.000 Mitgliedern nicht so ins Gewicht (ich gebe zu, dass das nicht erklärt, warum sich im damaligen PDS-Kreisverband Lahn-Dill eine Überrepräsentanz politischer Amokläufer sammelte, was Auswirkungen bis heute hat).
Weil aber auch die etablierten Parteien lustige Meldungen produzieren wollen, schicken sie halt ihr Stammpersonal auf alljährliche Amokfahrt. Hier ein kleiner Blick auf die Top 10 der Sommerlochausfälle:
- Norbert Geis (CDU) fordert ein Ausgehverbot für Jugendliche ab 21 Uhr (Quelle)
- Brigitte Adler (SPD) nahm sich der Ernährung an und forderte 1994 eine Extra-Steuer auf Schokolade (Quelle)
- In eine ähnliche Richtung geht die Idee von Gottfried Haschke (CDU), der eine Pizza-Steuer forderte, um die deutsche Küche zu schützen. (Quelle)
- Dionys Jobst (CSU) schlg vor, dass Deutschland Mallorca kaufen solle. (Quelle)
- Jörg Schönbohm (CDU) könnte mit bekloppten Vorschlägen ein eigenes Blog füllen. Zum Beispiel damit: Der Politiker forderte von RBB, dass der Sende “Radio Multikulti” in “Radio Integration” umbenannt werden solle. (Quelle)
- Christian Ströbele (Grüne) forderte mit anderen, dass in Deutschland Siesta gehalten werden solle. Wegen des mediterranen Wetters. Ein Vorschlag, der mit eigentlich entgegen kommt. (Quelle)
- Ronald Pofalla (CDU, auch ein Dauerbrenner) forderte, an allen deutschen Schulen Kruzifixe aufzuhängen. (Quelle)
- Peer Steinbrück (SPD) forderte, dass Deutsche in die Altersvorsorge statt in Urlaubsreisen investieren sollten. (Quelle)
- Wolfgang Tiefensee (SPD) plante, Hartz-IV-Empfänger als Patrouille im öffentlichen Nahverlehr einzusetzen, um so den Terrorismus zu bekämpfen. (Quelle)
- Hannelore Saibold (Grüne) meint, schärfer als Peer Steinbrück, dass Deutsche nur alle fünf Jahre in den Urlaub fahren sollen. (Quelle)
Ich hingegen erneuere meine Forderung, den Tierpark zu schließen in eine Stiftung umzuwandeln. JETZT DRUCKT MICH AB! Sonst verführe ich wieder Kinder zum Kiffen.




