L’état d’ abeille c’est moi!
5. Dezember 2007
Wir sitzen gerade in meiner Küche und trinken ein Stöffsche nachem annern. Dabei kam – wie immer – die Sprache auf die Unsinnigkeit des Einkaufs von Bioprodukten. Neulich habe ich aus Versehen ein Glas Biohonig gekauft. Katalin hetzte deswegen und Meskes stellte fest:
Biohonig? Was solln des überhaupt sein? Demokratisch organisierter Bienenstaat oder was? Toll, dann ist die Königin arbeitslos. Und wer soll dann den Hochzeitsflug machen, hä? Die Arbeiter können das nämlich nicht, die können gar nicht fliegen!

frage mich gerade, was daran unsinnig ist, bioprodukte zu kaufen. klärt mich mal jemand auf, bitte?
Aber gerne.
- Bioprodukte sind teuer und sehen hässlich aus.
- Bioprodukte verbrauchen zu viel Fläche
- Bioprodukte sind meist gar nicht so “Bio” wie man denkt (aber dafür teuer)
- Bioprodukte sind oftmals mit hohen Schwermetallwerten belastet
- Bioprodukte haben oftmals wegen der kleinräumlichen Vertriebsstruktur eine sehr schlechte Ökobilanz
- Vor allem Mitglieder der Partei Bündnis90/Die Grünen schätzen Bioprodukte
- …
hm.
1) egal.
2) inwiefern zu viel Fläche?
3) wohl leider war, deswegen: local farmer
4) auch hier: local farmer
5) ebendso
6) die gehen da nicht hin, der bauer ist genosse …
Ich möchte jetzt mal schwer behaupten: Es schmeckt besser.
Was Honig betrifft: Ich meine, dass es das einzige Produkt ist, welches entweder immer Bio ist oder niemals Bio sein wird. Darüber lässt sich streiten. Bienen werden artgerecht gehalten (anders geht es auch gar nicht), man kann ihnen aber nicht befehlen, sich auf ein Blümchen frei von Pestiziden oder sonstigen Gift zu setzen. Kontrollieren kann man es im Zweifel auch nicht.
Weiter: So teuer ist Bio nun auch wieder nicht und wo ‘bio’, ‘öko’, ‘organisch’ und sonstiger Quatsch draufsteht, is auch Bio drin(wie viel ist dann ne andere Sache => zum Beispiel Honig). Sowas wird doch geprüft. Inne Irre führen lassen sollte man sich nicht mit ‘kontrollierten Anbau’ ..bla..bla…