Es war eine langwierige Geburt, aber endlich ist unser Buch “Zeit für eine neue Bürgerrechtsbewegung – Analysen und Gegenstrategien zur aktuellen Innenpolitik” erschienen. Herausgeber ist Jan Korte, mein Chef, der in dem Buch fordert, Grund- und Bürgerrechte nicht etwa der Politik zu überlassen (die Erfahrungen damit sind ja einschlägig), sondern sie täglich und immer wieder aufs Neue zu erkämpfen.
Albrecht Maurer, Innenpolitikreferent der Linksfraktion, liefert eine umfassende Rundum-Analyse zum präventiven Überwachungsstaat, ich selbst habe das Kapitel “Der Kernbereich des Privaten – Ein Kollateralschaden” beigesteuert, Dominic Heilig setzt sich umfassend und gründlich mit der europäischen Perspektive auseinander, das Vorwort kommt von Rolf Gössner, dem Präsidenten der Internationalen Liga für Menschenrechte.
Das “Neue Deutschland” hat das Buch schon gelesen und findet:
Korte, einer der Jungen in der Bundestagsfraktion DIE LINKE, ist Experte für Innenpolitik. Entsprechend ist sein Papier, das er sehr bewusst als »ein Diskussions- und Arbeitspapier« vorgestellt hat, ausgerichtet. Korte und Mitarbeiter nehmen die »massiven Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten um den G8-Gipfel« zum Anlass, »Entwicklungen in der bundesdeutschen und europäischen Innen- und Sicherheitspolitik« zu analysieren. [...] Die Dialektik von Freiheit und Gerechtigkeit müsse in der Linkspartei einen höheren Stellenwert bekommen. Eine solche Politik könne dazu beitragen, in gesellschaftlichen und politischen Kreise vorzudringen, die ihre Heimat bei den Grünen verloren haben. Gelänge dies, könne man »Motor« einer »neuen Bürgerrechtsbewegung für eine soziale und demokratische Gesellschaft« werden. Und damit ist Korte in der Tat ein ebenso indirekter wie im folgenden Text auch sehr direkter Kritiker der Grünen. Die er gut kennt, die er verlassen hat, als sie 1999 einen neuerlichen deutschen Angriffskrieg zugestimmt haben. [...]
Doch die LINKE müsse mehr sein als nur der Erbe der einstigen bürgerbewegten Grünen. Die Autoren sind sich bewusst, dass eine offensive Vertretung von Bürgerrechten natürlich eine weitere Auseinandersetzung der eigenen Partei mit ihrer Geschichte notwendig macht. In dem Papier finden sich zahlreiche Analysen und -Ansätze die zumeist am aktuellen Geschehen hängen.
Kaufen kann man das gute Stück für 10 Euro hier, hier oder am allerbesten hier oder auch bei jedem anderen Buchhändler.

