machs gut. und danke für den fisch. #
Der Herr Dings, ääh, aus Hannover, na, der Herr Pflüger im schwarzen Blog
Friedbert Pflüger ist unter die Blogger gegangen. Erstaunlich lustig ist der erste Beitrag, den ein Foto eines T-Shirts mit dem Aufdruck “schwarzer Blog” ziert. Pflichtgemäß wurde in den Kommentaren schon darauf hingewiesen, dass es “schwarzes Blog” heißen müsste. Wäre aber nicht so lustig. Wir sehen uns dann am 1. Mai in Kreuzberg, Herr Pflüger.
Toor! Tooor! Toooor! Deutschland ist Weltmeister!
…und das Wembley-Stadion kann jetzt wieder abgerissen werden.
Ich liebe es.
Kürzlich besuchte ich meinen bevorzugten McDonalds am Frankfurter Tor. Die freundliche, aber unterbezahlte Servicekraft stand gerade im hinteren Bereich an der Friteuse, um meine frittierten Produkte einzupacken. Als ich gerade so an der Theke wartete, betrat plötzlich ein Bürger den Bereich hinter dem Counter, ging schnurstracks auf das Regal mit den Burgern zu, breitete die Arme, packte in einem Zug alles ein, was erreichbar und verschwand mit einer Seelenruhe wieder. Als mein Frittenfachverkäufer wieder erschien, schwang nur noch die Tür zum Thekenbereich sanft im Wind hin und her. Was? Nein, keine Ahnung, ich hätte nichts gesehen, antwortete ich auf die Frage, ob was gewesen sei. Ich packte meinen Mampf ein und ging raus auf die Warschauer Straße, wo ich den Bürger sah, zahlreiche Big Macs, Cheeseburger und andere Dinge in den Händen, wie er einen Ententanz aufführte und sich köstlich amüsierte. Antikapitalismus kann so lecker sein.
Sachsen völlig am Boden zerstört
Derzeit habe ich netten Besuch aus dem Tal der Ahnungslosen Sachsen. Der Besuch hatte angekündigt, in dieser Woche Berlin unter den Tisch zu trinken. Tatsächlich kam es dabei zu einer Niederlage im Fortsetzungszusammenhang. Hier die wichtigsten Stationen:
- Dienstag: Wir waren erst in der Ankerklause und dann im Schlawienchen. A. fiel immer mit dem Köpfchen auf das Tischchen, Kellnerin besorgt, A. in Panik wegen eines Likörs, Meskes und ich mussten ihr Bier bearbeiten.
- Mittwoch: Ich bin schön mit der Partei einen trinken gegangen. Immer wieder Bier und Eierlikör. Kam gegen 2.30 Uhr nach Hause, A. schnarchte rotzbesoffen; auf dem Tisch stand ein (!) leergetrunkenes Bier. Und zwar ein kleines.
- Donnerstag: A. schickt mir gegen 19 Uhr eine SMS und kündigt an, dass sie mich umtrinken will. Dazu holt sie sich den Gen. Kleba zu Hilfe. Kleba gegen 1.00 Uhr umgetrunken, A. um 2. Ich saß noch eine Stunde mit Katalin da und trank Bier. A. schnarchte.
- Freitag: A. hat sich selbst “Alkohol” gekauft. Laut Etikett handelt es sich dabei um “Fruchtwein-Cocktail aus 80% Fruchtwein, mit Milch und Sahne, mit Kohlensäure, konserviert, mit Aromen und Farbstoff, enthält Sulfide”.
Ein klares 184638763634:0 für Berlin, wie ich finde.
Die wissen schon, warum es Sachsenmilch gibt, aber keine Berlinmilch.
Aus der Postmappe (3)
Die Exilregierung des Deutschen Reiches hat offenbar einen Narren an uns gefressen. Heute wurden wir darüber informiert, dass die Bundesrepublik lediglich eine Finanz-GmbH mit 1,5 Billionen Euro Schulden sei. Der Bürger fragte an, ob er nun die Zahlung von Steuern einstellen könne. Überdies teilte er mit, dass er kein Mitglied der Finanz-GmbH, sondern Bürger des Deutschen Reiches sei.
Ich glaube nicht, dass ich ihm weiterhelfen kann.
Aus der Postmappe (2)
Ich vereinsame ein wenig im Büro, denn ich bin derzeit der einzige auf dem Flur, der arbeitet. Immerhin spendet die Postmappe Trost. Dort fand ich heute eine umfangreiche Anfrage eines Bürgers, die ganz harmlos anfing (warum sind die Milöchprodukte so teuer?). Aber gegen Ende des vierseitigen Fragekatalogs kam es dann doch dicke:
- Wer bin ich? Bürger der “BRD” oder Bürger des Deutschen Reiches?
- Wieso wurde im Jahr 1990 der Geltungsbereich des Grundgesetz aufgelöst?
- Wieso wurden im Jahre 2006 der Geltungsbereich und die Einführungsgesetze der Strafprozessordnung, der Zivilprozessordnung und des Gerichtsverfassungsgesetz aufgelöst?
- Wieso wird dieses Jahr im Zweiten Entwurf zur Bereinigung des Bundesrechts das Einführungsgesetz des Ordnungswidrigkeitengesetz aufgelöst?
Damit habe ich den Bürger enttarnt, der offenbar ein Anhänger dieser Leute ist. Ich fürchte, dass es mir nun ähnlich ergeht, wie dem Vizechef des Nordhäuser Bauordnungsamtes, der zum Tode verurteilt wurde, weil er eine Baugenehmigung, die von der “Exilregierung des Deutschen Reiches” nicht anerkennen wollte. Ich habe den Bürger auch darauf hinweisen müssen, dass das Deutsche Reich nicht mehr existiert und sich daher die Fragen ergeben. Bin mal gespannt.


