Und ich habe einen Videobeweis dafür. Und zwar hier. Ist zwar alt, aber gut. Und ein Plädoyer gegen all die, die glauben, sich mittels autoritärem Zwang, der sich in einem Mißbrauch des staatlichen Gewaltmonopols in Form von Rauchverboten manifestiert, in meine persönliche Lebensführung einmischen zu können.
Baden Sie oft. Baden Sie heiß.
Das sagte der Mensch, der heute in unserer Wohnung zwei Wasserzähler montieren wollte. Einen für heißes Wasser und einen für kaltes. Zu 50 Prozent scheiterte der Handwerker aber, denn die Klappe im Bad, hinter der die Wasserzähler liegen, ist so gebaut, dass man nicht an den Wasszählerflasch (oder wie das heißt) dran kommt. So konnte zwar der Zähler für Kaltwasser, aber nicht der für Warmwasser montiert werden. Schade. Ich frag mich nur, wie die verdammte Hausverwaltung im letzten Jahr meinen Warmwasserverbrauch ermitteln konnte. Hat sie geraten oder was? Da ich ja von Haus aus Kaufmann bin, werde ich dieses Rätsel sicher mit einem Blick auf die Abrechnugn lösen können. Oder ich schreie nach Halina.
Südhessen: Leergetrunken.
Am vergangenen Wochenende waren der freundliche Herr Meskes und ich als hochschulpolitisch interessierte Menschen in meiner alten Heimat, in Frankfurt und dann in Gelnhausen zu Gast. Nicht nur, um den Hochschulkongress der Linkspartei zu besuchen. In beiden Städten gibt es allerlei zu trinken erleben. Das bekam vor allem der Genosse Kaun zu spüren, der fast aus der beliebten Äppelwoi-Wertschaft Dauth-Schneider rausgeflogen wäre, als ihm die Frankfurter mir Kraut serviert wurden. Der Cottbusser meinte nämlich dem Wirt mitteilen zu müssen, dass das ja nur Wiener seien, worauf der Wirt freundlich aber bestimmt auf die Tür hinwies. Ich konnte schlichten. Tags darauf machten der Meskes und ich eine kleine Spazierfahrt mit der Tram 16 bis nach Offenbach, von wir aus wir allerdings zur S-Bahn Kaiserlei laufen mussten, da uns prompt die Tram vor der Nase wegfuhr, gerade als der Meskes den Finger an der Tür hatte. Nicht nur aus Rache haben wir dann eine sehr beschauliche Fahrt mit dem “Eppelwei-Express” quer durch Frankfurt unternommen.
In Gelnhausen sind wir im Hotel “Schelm von Bergen” abgestiegen. Zunächst jedoch machte ich mit dem Meskes eine Stadtrundfahrt, die zunächst am Blockhaus endete. Meskes war sehr irritiert wegen der Getränkepreise in der kleinen Waldgaststätte (80 cent für den Apfelwein, 1,30 das große Bier, 3 Euro das Eisbein). Meskes dazu: “Hää? 80 Cent? Drei Euro fürs Eisbein?? Was solln des? Was issn hier los?
Nach einen Schoppen im Blcokhaus fuhren wir ins Merlin, tranken 7 unbürokratische Biere.
Wirt: Ach du? Lang nicht mehr gesehen. Was treibt dich denn her?
Ich: Wir sind aus Berlin gekommen um deine Kneipe auszutrinken.
Wirt: Na, dann, kommt rein. Es ist schon alles vorbereitet.
Anschließend gingen wir in das Cafe Art auf ein Bier, dann in die Quelle, meine ehemalige Kneipe, auf einen großen Apfelwein, dann ins Merlin auf zwei bis drei Becks, dann in Ralfs Rockbar, wo wir die einzigen Gäste waren auf ein Bier aus dem Steinhumpen und endeten im Lorbass bei sieben bis acht schrecklichen Wächtersbachern (beachtet dazu den Briefwechsel des Gen. Meskes mit dem Wächtersbacher Brauhauses, das ihn de facto Schläge angeboten hat). Schön wars. Auf Postkarten nach Berlin kündigten wir schon an, nicht mehr wieder zurückzukommen. Wenn der Meskes mal aus dem Knick kommt, findet ihr auf seiner Website auch die Fotos. Muss so gegen 2035 sicher soweit sein.
Verfassungsschutz, ick hör dir trapsen
Das dachte ich zumindest, als in dieser Woche die Meldung über den Ticker ging, dass beim Linkspartei-Abgeordneten Abhöreinrichtungen oder gar “mikrofonähnliche Mikrofone” gefunden wurden. Selbstverständlich saß ich gerade in der Kantine, als ich davon hörte und machte mich unverzüglich auf den Weg ins Büro. Schließlich bin ich sensationslüstern und Neskovic hat sein Büro auf dem selben Flur wie ich. Oben war schon der Staatsschutz zu Gange, dessen Aufgabe unter anderem darin bestand, immer wieder die Feuerschutztüre zu schließen, wenn jemand den Flur entlang kam, der nicht wie ein seriöser Abgeordneter aussah. Ihr könnt euch vorstellen, dass das bei uns öfter vorkommen kann. Jedenfalls waren alle erschüttert, aber auch neugierig. Und so versammelten sich um den Stehtisch, der vor unserem Büro auf dem Flur steht, ganze Trauben neugieriger Linksfraktionsreferenten mit Kaffeetassen und Wassergläsern, um die Geschehnisse zu kommentieren. Gegen Nachmittag wurden Häppchenn gereicht.
Da die Presse ausgesperrt wurde, aber unbedingt Bilder vom Flur und einer der sagenhaften Lampe haben wollte, entschieden Dominic und ich, zwei bis zwanzig Kamerateams einzuschmuggeln. Das Angebot wurde dankbar angenommen. Die Bundestagspolizei war verwirrt, als Kamerateams aus sicherer Distanz den Flur filmten und unbedingt die beiden Bundestagspolizisten so vor die Linse kriegen wollten, dass der Schriftzug “Polizei” auf den schwarzen Windjacken erkennnbar ist. Problem: Bei Polizist Nr. 1 war die Schrift vorne, bei der Polizisten Nr. 2 hinten angebracht.
Kameramann: Ooch. Drehen Sie sich doch mal! [beide drehen sich, dann zur Polizistin]: Nein, Sie nicht von vorne. Sie hätte ich lieber von hinten, ääh, naja, wegen der Polizei. Also, nicht von vorne.
Ich: Nanana, jetzt gibts aber gleich Ärger mit der Linkspartei-Frauenreferentin
Das RTL-Team nahm begeistert unser Angebot wahr, in unserem Büro eine baugleiche Lampe wie die des Büro Neskovic zu filmen. Daher kommt es auch, dass in den RTL-Nachrichten nicht nur die Lampe, sondern auch die an der Lampe befindliche Diskokugel zu sehen war.
Hach, war das aufregend. Ich finde übrigens nicht, dass der Hinweis, dass die Mikrofone stümperhaft angebracht waren, von vornherein gegen eine Aktion der Geheimdienste sprechen. Seither jedenfalls sind wir Hohn und Spott ausgesetzt. Ständig kommen Sozialdemokraten zu Besuch, um nach Mikrofonen zu fragen, ehemalige Praktikanten schreiben E-Mails und Dominic schaut sich viel intensiver als sonst die Decke an.
Lauter gute Menschen
Zum Beispiel die Dana, die heute in die Linkspartei eingetreten ist. Und zwar im Rahmen einer…ääh… Bürobesprechung eben. Dort ereignete sich auch folgender Dialog:
[Katalin kommt ins "Büro" und fragt alles in Ordnung hier?", worauf der Meskes antwortet "Wir haben alles mitgehört, du hast in dein Mikrofon gesprochen". Katalin ist etwas entsetuzt und fragt "wieso?", woraufhin wir erklären, dass das direkt in das Büro Neskovic übertragen würde, wo Dagmar alles abtippt. Gerade erholt vom Schock meint Katalin: "Juhuuuuu! Ich hab ne Wohnung. Und zwar ne geile!" Dana: "In Neukölln?" Katalin: "Nee, in Brüssel." Alle: "Hihihi. Hohoho. Hahaha."
Was issn jetzt mit dem Orkan?
Es ist gleich drei und hier steht immer noch jeder Stein auf dem andern. Kann ja wohl nicht sein. Ich nehme allerdings zur Kenntnis, dass die Laterne gegeüber des Büros am Café Einstein erheblich schwankt und mal an und mal aus ist. Das nährt meine geheimen Hoffnungen, dass es vor allem das Einstein sein wird, das von erheblichen Verwüstungen betroffen ist. Es muss nur noch die Laterne in die richtige Richtung fallen. Hehe.
Update 15.27: Jetzt gehts los. Gerade, als Jan fragte, was jetzt mit dem Orkan ist, fing es draußen an zu scheppern. Getränkekisten wurden von einem LKW geweht und die zweite Jalousie von links des Einstein zeigt schon erhebliche Materialermüdung.
STOIB!
DPA meldet eben folgendes:
Meldung vom 2007-01-18 14:13: STOIBER – TRETE NICHT MEHR BEI LANDTAGSWAHL AN // STOIBER – TRETE NICHT MEHR BEI LANDTAGSWAHL AN mehr 181412 Jan 07
Das kann nur eines heißen: In Bayern werden künftig keine Landtagswahlen mehr stattfinden. Schade, SPD!
Pop! Stolizei!
Oh Gott. In Hessen hat die Polizei Daten, die sie bei Personenkontrollen gesammelt hat, versehentlich ins Internet gestellt. Offenbar hat ein Beamter versehentlich statt auf den Knopf “Intranet” auf den Knopf “Internet” gedrückt. Nicht auszudenken, was passiert, wenn die Anti-Terror-Datei erstmal eingerichtet ist und dann jemand auf den falschen Knopf drückt. Die Daten konnten übrigens bislang nicht gelöscht werden, weil das nach Auffassung der Hessen-Polizei “Sache des Serverbetreibers” ist. Wo sind die denn? Bei 1und1? Dann wird das nie was mit dem Löschen der Daten.
Wo deine Füße stehn, ist der Mittelpunkt der Welt

Die Bildzeitung hat heute nicht nur den neuen Bürgermeister Gelnhausens, der hoffentlich so trinkfest ist wie der alte, zum Gewinner des Tages gekürt. Nein, das Kompetenzblatt teilt zugleich mit, dass Gelnhausen nach der neuesten EU-Erweiterungsrunde der geographische Mittelpunkt der EU ist. Dies hat das geographische Institut Frankreichs herausgefunden. Wär ich da nur nicht weggezogen. Dann würde ich auch mal im Mittelpunkt stehen.
