Katalin hat mit dem Rauchen aufgehört und zückte eben ihren Tabakbeutel. Ich zog dazu zunächst nur die Augenbrauen hoch. Katalin fühlte sich dabei zu folgenden Statement genötigt: “An meinem Tabakspäckchen hat sich in den letzten zwei Wochen nichts geändert. Naja. Außer, dass weniger Tabak drin ist”. Dacht ichs mir doch.
Frohnau für gut befunden
[via www.sebastian-meskes.de]
Heute traf ich mich mit dem lieben Herrn Seibert zum Frühstück. Danach entschieden wir uns – Überraschung, Überraschung! – nicht dafür, den angebrochenen Tag mit Bier und Schnaps zu verbringen, sondern mit der Tram zum Virchow-Klinikum zu fahren.
Schließlich handelt sich um die einzige Straßenbahnlinie, die auch im Westen der Stadt verkehrt. Nach kurzem spaziergang durch die schön gestaltete Klinikumspromenade, setzen wir unsere Stadttrundfahrt mit der Linie 120 nach Frohnau fort. Nach 45 Minuten dort angekommen, kamen wir aus dem Stauen nicht mehr raus: Ein adretter Dorfkern, hübsche Häuser und eine formidable Einzelhandelsstruktur. Wir nahmen ein einziges gepfegtes Bier im “Kasino Frohnau” zu uns, wobei wir noch rote Grütze spendiert bekamen und eine ältere Bürgerin uns “Leckermäulchen” (Zitat) fragte, ob es denn auch schmeckte. Wir bejahten dies und waren uns einig: Frohnau ist eine Reise wert und wir kommen gern wieder!
Hilfe, Polizei!
Gestern sah ich mich zum ersten Mal in meinem Leben gezwungen, die Polizei zu rufen, als sich in der Boxhagener Straße vor der ziemlich ranzigen Kneipe Halford eine Horde junge Männer sammelte.
Das Problem war, dass die Menschen nicht nur jung, sondern auch blöde waren, denn sie brüllten beständig “Sieg heil” und pöbelten andere Menschen an. Also zückte ich mein Handy und wählte rasch die 110. Es klingelte pflichtbewusst. Und klingelte. Und klingelte. Und ……. klingelte. Während beim Bullennotuf niemand abhob, gingen die Faschisten kurzerhand wieder rein. Nicht, weil sie das Dritte Reich als bereits wieder errichtet sahen, sondern wahrscheinlich viel mehr, weil ihnen das Bier ausgegangen ist.
Dennoch finde ich es eigenartig, dass bei der 110 niemand ans Telefon geht, wenn man da anruft. Schließlich hättten die Faschos ja auch gerade jemandem das Licht auspusten können. Der aufmerksame Genosse Mekses sieht darin hingegen den Beweis für das Funktionieren des Föderalismus. Weil Berlin so viel Geld von den anderen Bundesländern haben will, um den Aufgaben einer Hauptstadt ordentlich nachzukommen, hat der Bundestag am Freitag einschlägige Gesetze beschlossen. Darauf hat sich schnell der Bundesrat zusammengesetzt und die Gegenfinanzierung dadurch sicher gestellt, dass bei der Berliner Polizei eine Stelle gestrichen wurde (das Protokoll vermerkt seitens der Berliner Delegation Seufzen und betretene Blicke auf den Boden). Klar, dass das ausgerechnet der Beamte war, der meinen Anruf annehmen sollte.
Ich denke, dass die Lösung einfacher ist. Wie bei dem Simpsons gibt es garantiert eine Geheimnummer, bei der man anrufen kann, wenn man einem weltverschwörerischen Geheimbund angehört. Im Falle der Simpsons ist es die 912 statt der 911. Also werde ich beim nächsten mal lieber die 111 wählen. Mal schauen, ob es dann klappt mit der Staatsmacht.
Jugendmedientage
Heute sind im Bundestag die Jugendmedienstage zu Ende gegangen. Was das ist? Das kann ich auch nicht sagen. Als ich heute auf die Fraktionseben kam, wimmelte es dort von jungen Bürgern, die rumlungerten und alles dreckig machten. Für mich stellte sich nach kurzer Betrachtung das Problem so dar: Die Bürger bekommen von der Linksfraktion tolle Taschen (rot und abwaschbar) sowie coole USB-Sticks. Und ich nicht. Obwohl ich da arbeite. Schlimmer noch: Der Meskes hat einen USB-Stick abbekommen. So habe ich mir den Sozialismus auch wieder nicht vorgestellt.
Rechtsruck in der BVV?
Kaum bin ich zwei Wochen Mitglied des Stadtplanungsausschusses, schon machen sich Veränderungen bemerkbar.
Wie sonst ist es zu erklären, dass die Fraktion DIE LINKE.PDS in der Frage um den Bau des Riesenrades auf dem Anschutz-Gelände ausgerechnet mit der CDU und der FDP paktierte, um die ekligen Grünen nieder zu machen und somit die Weichen für eine große Inmvestition zu stellen , die hunderte von Arbeitsplätzen im Bezirk bringen kann. Immerhin hat die SPD-Fraktion in der Frage noch einem Kompromiss zugestimmt. Sonst hätte so mancher die Welt nicht mehr verstanden. Immerhin sind jetzt die Grünen allein die Dummen. Mal schauen, was beim nächsten mal passiert.
