30 Jahre und ein paar Monate hat es also gedauert, bis es endlich passierte. Länger, als ich dachte. Trotzdem fand ich es sehr überraschend.
Endlich. Ich bin im Aufzug stecken geblieben und bereue seitdem ein wenig, dass ich mich nicht für Sex im Fahrstuhl erwärmen kann. Aber endlich einmal mit Grund statt einfach so den Alarmknopf im Aufzug zu drücken ist ja schließlich fast so gut wie… egal, lassen wir das.
Ich wollte eigentlich nur mit Katja den Aufzug ins Büro nehmen, weil Jan sie mitnehmen wollte zum Bahnhof. Die Tür ging zu. Ich drückte ordnunsgemäß auf die drei und nichts passierte. Als Katja Jan bescheid sagen wollte, dass wir im Aufzug feststecken, wollte er das natürlich zunächst nicht glauben. Das ist wahrscheinlich so ähnlich wie mit dem Jungen, der immer aus Spaß “Wölfe!” geschrieen hat, bis ihm keiner mehr glaubte, als tatsächlich Wölfe kamen. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es hier nur um das Prinzip geht und ich noch nie “TECHNISCHER DEFEKT” geschrieen habe.
Eigentlich alles unspektakulär. Katja hat dank meines 20-Euro-Scheins (und dank eines Taxis) den Zug noch bekommen, denn die Bundestagspolizei kam schon nach 20 Minuten und stemmte die Tür auf. Und immerhin hatten wir einen Taschenaschenbecher und eine Zahnbürste dabei. Und telefonische Ablenkung durch Tanja und Meskes. Was bleibt, ist meine Restirritation am Ende, weil die meine Personalien aufgenommen haben. Ich wars nicht.
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inside Bundestag, Mark./.Welt
Erst hat sie bei dem Versuch, den Kühlschrank abzutauen, was ich sehr begrüße, die Küche unter Wasser gesetzt und und ich war auch noch trandösig genug, gleich drei mal jeweils mit einem frischen Paar Socken in die Lache zu treten.
Die liebe Katalin und ihre ebenso liebe Mutter packte nämlich kürzlich irgendwie der Rappel und beide wuselten einige Stunden in unserer Wohnung rum und vollführten so eine Art vorgezogenen Frühlingsputz. Seitdem muss ich in einer sauberen Badewanne duchen. Eklig.
Aber, das ist ja eine bekannte Weisheit aus diesem Logbuch, der Teufel steckt im Detail. Es hat nämlich seit einer guten Woche niemand geschafft, den Kühlchrank auch wieder einzuschalten. Das ist auch der Grund, warum seit Tagen diverse und immer spannender aussehende Lebenmittel auf unseren Fentersimsen stehen (heißt das überhaupt Fentersims?). Immerhin ist spätestens seit heute alles tiefgefroren.
Katalin jedenfalls ist eben dieser Missstand aufgefallen. Schnell kroch sie in den abgetauten und daher gar nicht kalten Kühlchrank, fand noch den einen oder anderen Kubikmeter Tauwasser und fragte sich, ob der Kühlschrank stinkt. Das wunderte mich, weil er zwar eingefroren, aber keineswegs versifft war. Und auf meine Nachfrage bekam ich die Antwort: “Ich glaube nicht, dass der Kühlchrank stinkt. Vielleicht bin ich es ja auch”.
Das ist die Frage. Der Kühlschrank oder Katalin. Vielleicht sollte sie bis zur nächsten Dusche nicht warten, bis die Badewanne wieder siffig ist. Ich allein brauche dazu schon ein paar Tage mehr.
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Mark./.Welt, WG-Leben
Die üblichen Verdächtigen sind schnell zur Stelle, den Untergang des Abendlandes wegen Hartz, Klimakollaps und anderer Katastrophen vorherzusehen. Mehr…
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